Gastronomie

Blick auf das Gasthaus Dornröschen aus südwestlicher Richtung
Blick auf das Gasthaus Dornröschen
Logo des Gasthauses Dornröschen
Logo des Betriebs

Das Gasthaus und Hotel Dornröschen im Westen des Dorfes ist das erste und inzwischen auch wieder das einzige Dorfgasthaus Annelsbachs, heute ein Land-gut-Hotel.

Aktuelle Informationen des Hauses finden sie auf der Internetseite des Gasthauses Dornröschen.

Wir empfehlen Ihnen, ruhig etwas länger in Annelsbach zu verweilen, denn hier können Sie richtig ausspannen und das gelingt nicht an einem Nachmittag. Wenn Sie in Annelsbach übernachten, schlafen Sie in herrlicher Ruhe und erleben am nächsten Morgen bei einem schönen Frühstück die erfrischende Morgenstimmung. Genau das Richtige für den Start in einen neuen Tag an einem wunderschönen Ort.

Geschichte des Dornröschens

Blick auf das Gasthaus Dornröschen aus südwestlicher Richtung um 1960
Gasthaus Dornröschen um 1960 (Quelle: Dorfchronik)

In der Annelsbacher Dorfchronik schreiben Werner Rux, Heinrich Vock und Karl Benscheck über das Dornröschen: "Lange hatten die alten Gemäuer im oberen Ortsteil, von Wald und Hecken abgeschirmt, in ihrer Einsamkeit ein abgeschiedenes Dasein geführt. Dann kamen die Entdecker: Wanderer, die nach einem mühsamen Fußmarsch durch Wald und Dornengestrüpp endlich ein Häuschen inmitten von Heckenrosen entdeckten, in dem ihnen von gastlichen Wirtsleuten Speise und Trank zur Stärkung für die Fortsetzung ihres Weges dargeboten wurde."

Blick auf das Gasthaus Dornröschen aus südwestlicher Richtung um 1970
Gasthaus Dornröschen um 1970 (Quelle: Dorfchronik)

Der Dorfchronik kann man weiter entnehmen, dass die Konzession für den Betrieb einer Gastwirschaft am 4. November 1899 erteilt und damit der Grundstein für das Dornröschen und den Fremdenverkehr in Annelsbach gelegt wurde.

Der Bierbrauer Peter Jung und seine Frau Maria bewirteten die Gäste damals noch in einem kleinen Fachwerk-Wohnhaus und im Hof des Anwesens, bis schon bald ein Anbau erfolgte. Nach dem Tod ihres Ehemannes 1934 führte Maria Jung den Betrieb und erweiterte ihn nach dem 2. Weltkrieg 1949 um eine Trinkstube.

Im März 1950 überschrieb Maria Jung ihrem Enkel Karl Merkel den Betrieb. Nach der Hochzeit von Karl und Waltraut Merkel im Jahre 1957 wurden die alten Gebäude bis auf die Trinkstube durch einen Neubau mit Gasthaus und Pension ersetzt. Bereits Karl Merkel warb als spezielle Empfehlung des Hauses für seinen selbstgekelterten "Eppelwoi".

Schon 1964 begann eine neue Umstrukturierung, das Gebäude wurde nach Osten um die neue Gaststätte erweitert. Zwischen 1968 und 1972 erfolgte ein weiterer Ausbau des Pensions- und Hotelbereichs im Westen.

1996 ging der Betrieb an Peter Merkel über, der ihn zusammen mit seiner Frau Carola bis heute als Familienbetrieb führt.

Ehemalige Gastronomie in Annelsbach

Früher gab es neben dem "Dornröschen" noch das Hotel "Rehblick" (Hotel-Pension), sowie das Waldhotel Forellenhof als Hotelbetrieb mit Gastronomie.

Rehblick

Blick auf das Hotel Rehblick aus östlicher Richtung um 1980
Gasthaus Rehblick um 1980 (Foto: Damaliger Werbeprospekt)

Die Eheleute Michael und Karin Putz eröffneten 1965 nach entsprechendene Umbauten des elterlichen Wohnhauses die Gaststätte "Rehblick" und nahmen ab 1966 auch Urlaubsgäste auf. 1976 errichteten sie einen Hotelanbau, der 1977 eröffnet wurde und zusätzlich 30 Gästebetten bot.

Bereits im Jahre 2009 wurde der Betrieb zurückgefahren und nach dem Tod von Karin Putz im Jahre 2012 geschlossen und das Anwesen später verkauft.

Waldhotel Forellenhof

Waldhotel Forellenhof um 1971 (Foto: Damaliger Werbeprospekt)
Waldhotel Forellenhof um 1971 (Foto: Damaliger Werbeprospekt)
Georg und Resi Resch (Foto: Fam. Resch)
Georg und Resi Resch (Foto: Fam. Resch)

Die Eheleute Georg und Resi Resch erbauten 1968 in Selbsthilfe den Gaststätten- und Hotelneubau "Forellenhof". Der Familien­be­trieb öffnete im August 1971 als "Waldhotel Forellenhof".

Nach über 30 Jahren übernahm die Tochter Romy Resch am 1.Januar 2002 den Betrieb und führte ihn zusammen mit ihrer Schwester Brigitte weiter. Georg Resch kümmert sich bis heute noch um den Garten des Anwesens. Das Haus zeichnete sich aus durch die fangfrischen Forellen der Forellenzucht Johann Inhoff aus Nieder-Kinzig, die in zwölf verschiedenen Variationen angeboten wurden und dadurch viele Gäste angezogen haben. Außerdem fand der damals im Sommer wöchentlich stattfindende Grillabend sehr großen Anklang.

Zwischen Familie Resch und den Stammgästen des Hotels, die überwiegend aus den Niederlanden kamen, entstanden mit der Zeit Freundschaften, so dass die Gäste sozusagen schon zur Familie gehörten.

Zwei Gäste kochen in der Küche des Waldhotel Forellenhofs (Foto: Romy Resch)
Gäste bekochten die Wirte (Foto: Romy Resch)

Neben spontanen Festen gab es dann auch schon Mal Abende, an denen nicht die Wirte die Gäste bekochten, sondern die Gäste die Wirte, wie auf dem "Beweisfoto" zu sehen. So ging es immer lustig zu und die Gäste feierten oft bis in die frühen Morgenstunden.

Silvester wurde im Forellenhof immer groß gefeiert und alle Beteiligten erinnern sich gern an die gute Stimmung.

Mit Beginn der Saison 2012 wurde die Gastronomie aufgegeben und nur noch das Hotel weiter geführt. Die Stammgäste wurden weiter bewirtet und auch Feiern bis zu 30 Personen wurden ausgetragen.

Blick auf den Forellenof von Südwesten; Das Haus ist durch die Bäume nicht vollständig zu sehen. Die Aufnahme ist vom 30.07.2015
Waldhotel Forellenhof 2015

Der jedes Jahr vom Verkehrs- und Ver­schönerungs­verein Annelsbach ver­an­stal­tete Adventskaffee am 4.Advent gehörte ebenso dazu. Er wurde immer im Kaminzimmer bei Kerzenlicht und wärmendem Feuer ab­ge­hal­ten und fand großen Zuspruch. Hier konnten die Annelsbacherinnen und Annelsbacher in der sonst so hektischen Adventszeit inne halten und die Gemütlichkeit genießen.

Um so mehr tat es uns leid zu erfahren, dass das Hotel am 31.07.2015 seine Pforten endgültig geschlossen hat.

Das Waldhotel Forellenhof wurde damit genau 44 Jahre als Familienbetrieb von Familie Resch geführt und wird uns immer als ein heimeliger Ort in Erinnerung bleiben.

Seit 1. August 2015 ist das Haus an das St. Josephshaus in Klein-Zimmern verpachtet und hat eine neue Bestimmung erhalten. Es dient zur Unterbringung von Kindern und Jugendlichen.