Annelsbacher Apfel- und Holzmarkt 2012 war gut besucht

Plan des Apfel- und Holzmarktes, die Apfelstraße ist im Ortsplan rot und die Holzstraße grün markiert.

An diesem Wochenende stand der Höchster Ortsteil Annelsbach ganz im Zeichen von Apfel und Holz. Die vom Verkehrs- und Verschönerungsverein Annelsbach erstmals 2005 ins Leben gerufene Ver­anstaltung wurde dieses Jahr bereits zum siebten Mal durch­geführt. In der “Apfelstraße” gab es neben Informationen rund um den Apfel auch kulinarische Leckereien. Der Werdegang von der Ernte des Apfels bis zu den verschiedenen Produkten konnte verfolgt werden. Theo Groh zeigte mit seiner Apfelausstellung die Vielfalt der Apfelsorten. Während der von ihm geführten Rundgänge auf der Streuobstwiese erläuterte er die Bedeutung dieses Ökosystems.

Ein Kind filzt einen Apfel beim Geopark.
Apfelfilzen beim Geopark

Der Geopark Bergstraße Odenwald informierte in diesem Zusammenhang auch über geologische Besonderheiten des Odenwalds und gab den Kindern die Möglichkeit, sich beim Apfelfilzen zu betätigen.-

Die Apfelausstellung von Theo Groh, man sieht verschiedene Apfelsorten in kleinen Körbchen mit Hinweiskärtchen zu jeder Apfelsorte  im Sonnenlicht glänzen.
Die Apfelausstellung von Theo Groh

Ist der Apfel geerntet, kann er vielfältig genutzt werden. Ein wichtiges Produkt ist der frisch gepresste Süßmost, der am Gasthaus Dornröschen beim Schaukeltern mit entsprechenden Erläuterungen der einzelnen Arbeitsschritte produziert wurde. Die übriggebliebenen Apfelreste (Trester) werden als Kraftfutter an Schafe und Rinder verfüttert oder kompostiert. Aus dem Most entsteht als weiteres Produkt der Apfelwein. Die Besucher konnten den Apfelweinkeller besichtigen und bekamen genauere Informationen über den Herstellungsprozess. Aus dem Apfelwein oder aus der vergorenen Apfelmaische wird der Apfelbrand hergestellt. Auch dieser konnte auf dem Apfel- und Holzmarkt probiert werden.

Bienen mögen die Apfelblüte gern und so ist der Apfelblütenhonig ein weiteres typisches Produkt der Streuobstwiesen. Schautafeln gaben den Interessierten weitere Informationen. Apfelbäume und andere Gewächse mit Bezug zum Thema Apfel und Holz lockten die Besucher an die Stände.

Ein Zimmermann sägt mit einer Motorsäge eine Kerbe in einen Stamm, der auf Böcken fixiert ist und später Teil eines Blockhauses wird.
Demonstration des Blockhausbaus

In der “Holzstraße”, die sich in diesem Jahr etwas kompakter präsentierte, konnte Holz in all seinen Facetten erlebt werden. Die für die Holzernte erforderlichen Geräte und Maschinen konnten ebenso betrachtet werden, wie der praktische Umgang mit dem Rohstoff.

Ein Motorsägen-Bildhauer sägt nur mit der Motorsäge einen Elch aus einem Stück Holz, das auf einem Bock fixiert ist.
Ein Elch, am Anfang seines Entstehens

Kunst war ein wesentlicher Bestandteil, von mit der Motorsäge geschnittenen Figuren über die Schnitzkunst und Drechselei bis hin zur Bildhauerei. Verschiedene Künstler zeigten ihr Können und stellten viele Exponate aus. Die Technik des Blockhausbaus, die präzises Arbeiten erfordert, wurde anschaulich demonstriert.

Am Stand des Verkehrs- und Ver­schö­nerungs­vereins, der auch die An­lauf­stel­le für alle Fra­gen rund um den Markt war, gab es Crêpes und Brezeln. Im Schwalben­hof (Hof Scheuermann) gab es neben der Aus­stellung forst­wirtschaft­licher Geräte am Sonntag einen ökumenischen Gottesdienst, der musikalisch vom Posaunenchor der evangelischen Kirche Höchst umrahmt wurde.

Die eher gröbere Bearbeitung erfuhr das Holz in Form eines Großhäckslers, der die dicken Stämme mit Leichtigkeit in Hackschnitzel verwandelte.

Das mobile Sägewerk bearbeitete die Holzstämme zu einem anderen Zweck. Interessant anzuschauen, wie durch die Bedienung der Schalthebel am Steuerstand des Sägewerks die langen, schweren Baumstämme ferngesteuert in die richtige Lage zum Sägen gebracht werden konnten.

Ein paar restaurierte alte Schlepper zeugten am Ortseingang von der damaligen Technik. Wie immer war der unverkennbare Klang eines Lanz Schleppers weithin hörbar und ein Magnet für die Besucher. Als Kontrast zu den alten Schleppern konnte auch ein moderner Schlepper der heutigen Zeit bewundert werden.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt und das Wetter meinte es besonders gut. So konnten am Sonntag zu Spitzenzeiten auf dem Parkplatz mehr als 150 Fahrzeuge gezählt werden.

Wir hoffen, dass der Annelsbacher Apfel- und Holzmarkt allen Be­su­chern ge­fallen hat und be­danken uns ganz besonders bei den Hel­fern und Organi­satoren dieser Veran­staltung. Ins­besondere danken wir allen Helfer­innen und Helfern, die sich ehren­amtlich bei dieser Veran­staltung engagiert haben.

Weitere Fotos der Veranstaltung finden Sie in unserer Fotogalerie.

Das Odenwälder Echo hat mit einem Zeitungsartikel am 24. Oktober 2012 über den Apfel- und Holzmarkt berichtet.