Ausflug zur Burg Breuberg

Die Annelsbacher Ausflügler vor der Burg Breuberg
Die Annelsbacher Ausflügler vor der Burg Breuberg

Am Sonntag, den 2. September 2017 um 16:30 Uhr startete der Ausflug des Verkehrs- und Verschönerungsvereins am Dalles in Annelsbach.

In Fahrgemeinschaften fuhren 20 Annelsbacherinnen und Annelsbacher zur Burg Breuberg. Dort erlebten wir eine lebhafte Führung durch Ludwig Eckhardt, den Museumsleiter und Burgführer der Burg Breuberg. Die Leidenschaft, mit der er diese Aufgabe wahrnimmt, war unübersehbar. Mit großem Elan sorgte er während seiner Führung für Kurzweil und gute Stimmung.

Außerhalb vor dem Burgtor schilderte er zunächst sehr anschaulich die damaligen Entwicklungsphasen der Burganlage und zeigte auch die Reichweite der damaligen Herrschaft.

Johann-Casimir-Bau

Die Annelsbacher bewundern den Rittersaal und lauschen den Ausführungen des Burgführers Ludwig Eckhardt
Der Rittersaal der Burg Breuberg
Ein Ausschnitt der stuckierten Decke des Rittersaales der Burg Breuberg zeigt drei nackte Männchen, die offensichtlich menschliche Exkremente verarbeiten, als Synonym für 'Schei.. zu Gold machen'
Ausschnitt der stuckierten Decke des Rittersaales

Danach ging es zum eindrucksvollen Burgtor und der Durchfahrt mit der an der Decke noch original erhaltenen Welle für die Zugbrücke. Direkt neben dem Tor befindet sich der Johann-Casimir-Bau, der im 16. Jahrhundert erbaut wurde.

Rittersaal

Die nächste Station war der Rittersaal im Johann-Casimir-Bau mit der reich verzierten Stuckdecke, die so vielfältig und detailgenau ist, dass man stundenlang die gestalteten Bilder betrachten könnte. Und jedes einzelne Bild erzählt eine Geschichte.

So erzählte Ludwig Eckhardt davon, dass es damals eine Latrinengebühr gab, die einen erheblichen Anteil der finanziellen Einnahmen der Burgherren ausmachte. Dazu passend gab es auch an der Stuckdecke eine entsprechende Szene, die den Spruch "Aus Schei.. Gold machen" bildlich darstellt.

Und so fanden sich sehr viele Darstellungen an der Decke, die Anekdoten und Geschichten erzählen.

Die Stuckaturen sind berühmt, zählen sie doch zu den bedeutenden Arbeiten der damaligen Zeit im süddeutschen Raum.

Marstall

Die Annelsbacher stehen im Marstall und lauschen den Ausführungen des Burgführers Ludwig Eckhardt. Der ehemalige Stall zeigt jetzt viele Exponate der damaligen Werkzeige des Handwerks
Der Marstall der Burg Breuberg

Vom Rittersaal ging es ein Stockwerk tiefer in den Marstall, der heute als Museum für das damalige Handwerk dient und in dem damals die Pferde untergebracht waren.

Erbacher Zeughaus

Das Erbacher Zeughaus von innen. Hier werden Die Annelsbacher stehen im Marstall und lauschen den Ausführungen des Burgführers Ludwig Eckhardt. Der ehemalige Stall zeigt jetzt viele Exponate der damaligen Werkzeige des Handwerks
Das Erbacher Zeughaus

Nach dieser Besichtigung ging es wieder hinaus, am Johann-Casimir-Bau entlang bis zum Erbacher Zeughaus, das jetzt für Hochzeiten genutzt wird. Hier schilderte Ludwig Eckhardt, wie die alten Stühle gesammelt wurden, die den Raum füllen und bei den Trauungen den Hochzeitsgästen als Sitzmöglichkeiten dienen.

Wasser für die Burg

Im Brunnenhaus stehen die Besucher um den Brunnenschacht herum.
Brunnenschacht

Vom Erbacher Zeughaus ging es weiter in die innere Burganlage zum legendären Brunnen, der 100m tief in den Berg geschlagen wurde, aber inzwischen durch Schlamm und Unrat nur noch 85m tief ist. Trotzdem beeindruckend, wenn Ludwig Eckhardt das Wasser hineinschüttet und die Besucher geduldig 10 bis 11 Sekunden auf den Aufschlag des Wassers und das damit verbundene akustische Echo warten. Der Brunnen führte bereits im 17. Jahrhundert nicht mehr ausreichend Wasser.

Heute wird das Trinkwasser mit Pumpen zur Burg hinaufgepumpt.

Essen im Schnapshäusche

Zum Abschluss des Ausflugs kehrten die Ausflügler gegen 19 Uhr im Schnapshäusche in Hainstadt ein. Hier ließen sie den Nachmittag gemütlich ausklingen. Nach einer schmackhaften Stärkung wurde noch ausgiebig geplaudert, bevor die Heimreise nach Annelsbach angetreten wurde.

Ein ganz besonderer Dank gilt dem 1.Vorsitzenden Matthias Baumann für die Organisation dieses schönen Ausflugs.